Als Junge Union Darmstadt sind uns vor allem die Interessen der jüngeren Generation ein Herzensanliegen. Mit unserem Kommunalwahlprogramm möchten wir dies deutlich machen und die Modernisierung unserer Stadt in den kommenden Jahren vorantreiben.

JU-Kommunalwahlprogramm 2021 - 2026

Bildung

Vom KiTa-Besuch über die Zeit in der Grund- und weiterführenden Schule, der anschließenden universitären oder beruflichen Ausbildung bis hin zu Bildungsangeboten für berufstätige Erwachsene und Senioren – Bildung begleitet uns das ganze Leben lang. Bildung kommt in einem Land wie Deutschland – das seinen Reichtum und Wohlstand seiner gut ausgebildeten Bevölkerung verdankt – ein Schlüsselrolle zu. In jedem dieser Bereiche – Grund-, Aus- und Fortbildung - stehen wir, trotz guter Entwicklungen in den vergangenen Jahren, vor großen Herausforderungen. Aus unserer Sicht sollte die Bildung in den kommenden fünf Jahren folgende zwei zentrale Schwerpunkte umfassen. Dabei möchten wir die Schulen nach besten Möglichkeiten Unterstützen.

1. Digitalisierung
2. Nachhaltigkeit

Digitalisierung
Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat uns verdeutlicht, dass eine gute digitale Infrastruktur essentiell ist, um an der Bildung von Morgen teilhaben zu können. Die bloße Ausstattung von Bildungseinrichtungen mit Tablets und Laptops kann dabei nur ein kleiner Schritt sein, der trotzdem nicht vernachlässigt werden darf. Es ist allerdings von herausragender Bedeutung, dass eine flächendeckende Versorgung mit WLAN-Zugängen an allen Bildungseinrichtungen sichergestellt wird. Neben der technischen Ausstattung bedarf es auch der Medienkompetenz, damit die zur Verfügung gestellten Geräte richtig bedient werden. Damit Schüler und Studenten diese erwerben können, müssen die Lehrerinnen und Lehrer sowie Dozentinnen und Dozenten entsprechend aus- bzw. fortgebildet werden.

Nachhaltigkeit
Neben den häufig in der Diskussion um Nachhaltigkeit als dominierend wahrgenommenen ökologischen Aspekte dürfen ökonomische, soziale und politische Zielsetzungen nicht aus den Augen verloren werden. Wir stehen als Junge Union Darmstadt uneingeschränkt zum Nachhaltigkeitsgedanken, und setzen uns dafür ein, dass jeder dieser vier Punkte gleichberechtigt in der Debatte berücksichtigt wird.
Die öffentlichen Träger handeln in einer Vorbildfunktion bezüglich des Einkaufes von Lebensmitteln. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen darin unterstützt und bestärkt werden, regionale und saisonale Produkte vom Landwirt vor Ort zu beziehen. Dieser Vorbildfunktion möchten wir in KiTas und Schulen nachkommen.

Klima, Umwelt und Energie

Umweltschutz und nachhaltige Stadtentwicklung sind uns enorm wichtig, sie sind jedoch kein Selbstzweck. Der beste Umweltschutz ist der, der bestehende Probleme innovativ und ressourcenschonend löst. Mit dieser Herangehensweise möchten wir Darmstadt nachhaltiger gestalten.
Um diese Ziele erreichen zu können, stehen die folgenden Punkte für ins im Vordergrund:

1. Die Stadt im Wald
2. Flora und Fauna
3. Energie
4. Ideenwettbewerb „Nachhaltige Stadt“

Die Stadt im Wald
Darmstadt war schon immer die „Stadt im Wald“. Diesen wunderschönen Beinamen möchten wir auch weiterhin behalten in dem wir die natürliche Schönheit unseres Waldes für die nachfolgenden Generationen erhalten. Dazu gehört ein Umbau des Darmstädter Waldes mit Baumarten, die sich besser an die vorherrschenden Klimabedingungen anpassen können. Darüber hinaus sollen in Darmstadts Wald Versuchsflächen mit dem sog. Smaragdbaum einer speziell gezüchteten Hybridbaumart, geschaffen werden. Diese schnellwachsende Baumart bindet pro Hektar bis zu 100 Tonnen CO2 (im Vergleich ein konventioneller Wald bis zu 14 Tonnen CO2 pro Hektar).
Nicht zuletzt muss der Westwald in seiner Funktion als Naherholungsgebiet, v.a. für die Bürgerinnen und Bürger der Heimstättensiedlung und der Waldkolonie erhalten bleibt und geschützt werden.

Flora und Fauna
Ein wichtiger Bestandteil einer intakten Umwelt ist ein angenehmes Stadtklima. Durch verschiedene Maßnahmen kann eine bessere Luftqualität geschaffen werden, in dem Pflanzen Schadstoffe aus der Luft herausfiltern. U.a. sollen Fassadenbegrünungen bei Neubauprojekten vorgsehen und bei Bestandsgebäuden und Funktionsbauwerken schnellstmöglich umgesetzt werden.
Zu einer verträglichen Umwelt trägt indes nicht nur eine intakte Flora bei sondern auch eine lebendige Fauna. Gerade in der Stadt muss für ein ausgeglichenes Ökosystem mit einer tierfreundlichen (z.B. für Bienen und Igel) Lebenswelt Sorge getragen werden, wenngleich invasive und aggressive Arten zurückzudrängen sind. Daher stehen wird dafür, dass Darmstadt durch sog. „Beestops“ auf Haltestellendächer insektenfreundlicher wird. Diese Umrüstung der Bus- und Bahnhaltestellendächer mit sog. Sedumpflanzen kann nur Schritt für Schritt erfolgen. Als erste Maßnahmen müssen allerdings die Wartehäuschen entlang der Lichtwiesenbahn, die einen Neubau darstellen, begrünt werden. Die „Beestops“ bieten nicht nur den Insekten eine Lebenswelt und Nahrungsangebot, sondern tragen auch maßgeblich zu einem positiven Stadtklima bei.

Energie
Darmstadts Strom wird mehrheitlich außerhalb der eigenen Kreisgrenzen produziert. Mit kleineren Blockheizkraftwerken, wie zum Beispiel in der Lincoln-Siedlung, Photovoltaikanlagen auf privaten Hausdächern und dem Müllheizkraftwerk kann der Strombedarf der Bürgerinnen und Bürger nicht gedeckt werden. Aufgrund der geringen Freifläche und der Abstandsregelung für den Neubau, sind keine Flächen für den Ausbau von Windenergie in der Stadt vorhanden.
Trotzdem möchten wir dazu beitragen, zumindest einen Teil der benötigten Energie selbst zu gewinnen. Dazu sollen öffentliche Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden und Neubauten der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (Bauverein AG), wenn möglich mit Oberflächennaher Geothermie ausgestattet werden.

Ideenwettbewerb "Nachhaltige Stadt"
Mit einem Ideenwettbewerb zum Thema „Nachhaltige Stadt“ kann dazu beigetragen werden, unsere Stadt für die Welt von Morgen fit zu machen. Gerade in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler stecken viele gute Ideen, denen damit eine Bühne geboten wird. Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen für von Morgen bewältigen. Dieser soll in Kooperation mit der Stadt, der TU Darmstadt und den Darmstädter Unternehmen neue kluge Ideen hervorbringen.

Mobilität und Wohnen

Darmstadt steht durch den Zuzug der vergangenen Jahre vor der Herausforderung, seine Infrastruktur auszubauen und zu modernisieren. Dies hat die Stadt in den vergangenen Jahren bereits in Angriff genommen, allerdings sind weitere bedarfsgerechte Modernisierungen mit Vorrang voranzutreiben.
Darmstadts Lage im Rhein-Main-Gebiet, zwischen dem Ost- und dem Westkreis des Landkreises Darmstadt-Dieburg stellt die Verkehrspolitik der Stadt Darmstadt vor diverse Herausforderungen.
Ein wichtiges Anliegen für uns alle ist die Minimierung des Individualverkehrs in Darmstadt. Dies soll aber nicht durch den Zwang einer ideologiegetriebenen Verkehrspolitik geschehen, sondern durch Angebote an die Bevölkerung.
Durch die ständige Veränderung von Fahrbahnführungen kommt es dazu, dass die Verweildauer von Fahrzeug, in Folge der Staubildungen, in der Stadt erhöht. Gemeinsam mit den Landkreiskommunen müssen die Planungen für eine Umfahrung um Darmstadt wieder aufgenommen werden um die Verkehrsproblematik dauerhaft lösen zu können.
Ein generelles Tempolimit von 30 km/h, auch durch die Hintertür, lehnen wir ab. Angebracht ist vielmehr eine individuelle Betrachtung der Straßenzüge sowohl im Hinblick auf Unfallhäufungen als auch Verkehrsfluss. In Straßenzügen, in den es Angebracht ist, befürworten wir Geschwindigkeitsreduzierungen.

Öffentlicher Personennahverkehr
Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist das Rückgrat der Darmstädter Verkehrsplanung. Mit Straßenbahnen und Bussen kommen Jung und Alt in einer zu Stoßzeiten sehr guten Taktung innerhalb Darmstadts von A nach B. Gerade für Schülerinnen und Schüler, Studentinnen und Studenten sowie Azubis gibt es oftmals keine Alternative zur Nutzung des ÖPNV.
Wir setzen uns dafür ein, dass das Straßenbahnnetz erweitert wird, um damit ein größeres Angebot, gerade für Pendlerinnen und Pendler zu schaffen. Dazu gehört der Bau der Straßenbahnlinie nach Weiterstadt, der mit hoher Priorität weiter vorangetrieben werden muss.
Der ÖPNV muss attraktiver werden, damit die Menschen ihn mehr nutzen. Wir setzen uns dafür ein, der Fahrplan des ÖPNV angepasst wird. Dieser solle in den Abendstunden künftig länger verkehren. Auch muss der Tatsache Rechnung getragen werden, dass Darmstadt eine Studentenstadt ist. Der typische Studententag in Darmstadts Kneipen und Bars ist der Donnerstag. Daher ist es notwendig, dass der ÖPNV wenigstens Donnerstag ähnlich dem Freitagsfahrplan in den Abendstunden verkehrt.
Ferner möchten wir, dass geprüft wird, ob die Taktung der S3 in Richtung Kronberg (Ts.) über Frankfurt erhöht wird oder die S4 über Langen hinaus nach Darmstadt Hbf. verlängert wird, um die südlichen Stadtteile an das S-Bahnnetz Rhein-Main anzuschließen.
Um die Pendlerinnen und Pendler zu motivieren, in der Stadt auf den ÖPNV umzusteigen, möchten wir mehr P+R-Plätze im vorderstädtischen Bereich bauen lassen. Diese sollen eine direkte Umsteigemöglichkeit zu Bus und Bahn haben (z.B. Eberstädter Bahnhof).

„Technologieoffener ÖPNV“
Das Verkehrsunternehmen HEAG mobilo setzt bei der Neuanschaffung für den Fuhrpark vermehrt auf Elektrobusse. Aus Sicht der Jungen Union Darmstadt ist die Elektromobilität nur eine kurzfristige Überbrückung hin zu zukunftsfähigeren Technologien. Gerade bei der Reichweite und der Tank- bzw. Ladezeit haben Elektrobusse entscheidende Nachteile. Daher setzen wir uns dafür ein, dass die Stadt Darmstadt durch ihre Aufsichtsratsposten bei HEAG mobilo Einfluss auf das Verkehrsunternehmen nimmt, und die Anschaffung von Wasserstoffbussen vorantreibt. Wasserstoffbusse haben eine ähnliche Reichweite wie konventionelle Dieselbusse und benötigen eine ähnliche Tankzeit.

Radverkehr
Der Fahrradverkehr hat in den vergangenen Jahren in unserer Stadt stetig zugenommen. Das Konfliktpotenzial zwischen motorisiertem Individualverkehr und dem Radverkehr steigt in gleichem Maße an. Bisher angestoßene Maßnahmen führten oftmals zu einer Verschlechterung der Verkehrssituation innerhalb der Stadt. Trotzdem ist es unser Ziel, den Radverkehr zu stärken, da vor allem jüngere Menschen das eigene Fahrrad neben dem ÖPNV als primäres Fortbewegungsmittel nutzen. Diesen Personen möchten wir ein Angebot machen – aber auch für Autofahrer Anreize schaffen auf das Fahrrad umzusteigen. Wir möchten mehr Fahrradstraßen auf Nebenstraßen errichten und mehr sichere Abstellmöglichkeiten in attraktiver Innenstadtlage geschaffen werden.
Bereits bestehende Radwege sollen saniert werden, denn teilweise befinden sich Darmstadts Radwege, die sich nicht direkt auf der Straße befinden in einem sehr schlechten Zustand.

Wohnen
Aufgrund der Versäumnisse durch die SPD-geführte Stadtregierung zu Beginn der 2000er Jahre, als sich gezeigt hat, dass der Zuzug massiv zunehmen werde, lastet auf dem Wohnungsmarkt der Wissenschaftsstadt Darmstadt ein enormer Druck. Dies hat zur Folge, dass die Mieten in Darmstadt in den vergangenen Jahrzenten überdurchschnittlich angestiegen sind. Gerade junge Menschen, die beispielweise zum Studium nach Darmstadt kommen, oder junge Familien leiden unter dieser Situation.
Wir möchten den Ausbau von Studentenwohnheimen weiter forcieren und Nachverdichtungen geprüft werden um den Drcuk auf den Wohnungsmarkt zu reduzieren.
Liegenschaften, die sich in der Hand der städtischen Wohnungsbaugesellschaft befinden, müssen schnellstmöglich energetisch saniert werden - zum einen für die Umwelt, zum anderen um hohe Nebenkosten, die für viele Mieter eine "Zweitmiete" darstellt zu verhindern.

Digitalisierung

Unsere Stadt soll digitaler werden! Damit sollen z.B. unnötige Gänge ins Rathaus vermieden werden. Das entlastet die Bevölkerung und schont die Umwelt durch die Vermeidung von Papier und Verkehr.
Wir setzen uns in den kommenden Jahren dafür ein, dass der Online-Abruf sowie die Möglichkeit der Online-Abgabe von Formularen in allen relevanten und möglichen Bereichen, sowie für die Einführung eines digtalen Bürerbüros und eines Onlinefundbüros.
Um unser gemeinsames Miteinander zu verbessern möchten wir die Einführung einer städtischen App zur Meldung von Mängeln, Müll oder Sicherheitsrisiken im öffentlichen Raum vorantreiben.
Die Stadtverordneten sollen mit mobilien Endgeräten ausgegstattet werden, sodass der Papierverbrauch der Stadt massiv reduziert werden kann.

Wirtschaft und Finanzen

Durch die hervorragende Arbeit des Stadtkämmerers, Hessenkasse, das große Entschuldungsprogramm der CDU-geführten Hessischen Landesregierung, steht Darmstadt finanziell auf gesunden Füßen. Insgesamt 254,7 Millionen Euro erhielt unsere Heimatstadt zur Ablösung von Kassenkrediten durch das Land. Die Stadt kann durch eine bedachte Finanzpolitik der CDU und des Stadtkämmerers auf ausgeglichene Haushalte blicken.
Die Corona-Pandemie stellt auch den die Stadt Darmstadt bei der Aufstellung eines guten Haushalts vor eine besondere Herausforderung. Bund und Land haben die Ausfälle der Gewerbesteuereinnahmen im Jahr 2020 größtenteils ausgeglichen, sodass die Verluste für die Kommunen geringer ausfallen als befürchtet. Für 2021 sind solche Ausgleichsmaßnahmen bisher nicht vorgesehen. Es ist von zentraler Bedeutung, dass die Stadt mit den vorhandenen Mitteln diszipliniert und effektiv umgeht. Zukünftige Generationen dürfen nicht durch übermäßige Ausgaben unverhältnismäßig belastet werden, damit uns in Zukunft nicht unser Gestaltungsspielraum genommen wird.

Politische Teilhabe

Die Sensibilisierung der Jugend für die Wichtigkeit dieser Teilhabe kann schon im Jugendalter beginnen. Bis dato fehlt aber der Wissenschaftsstadt Darmstadt das Instrument, Jugendliche hier heran zu führen. Wir wollen prüfen lassen, ob ein Jugendparlament von den jungen Bürgerinnen und Bürger der Stadt angenommen werden würde. Damit einhergehend muss die Frage nach den Kompetenzen eines solchen Gremiums geprüft werden.
Die Teilhabe fängt aber auch schon in den eigenen vier Wänden an. Oftmals sind die Bürgerinnen und Bürger nicht darüber informiert, welche kommunalpolitischen Entscheidungen in der Stadtverordnetenversammlung getroffen werden. Als Junge Union Darmstadt wollen wir das Verständnis der Menschen für kommunalpolitische Belange schärfen und setzen uns daher dafür ein, dass geprüft wird, ob eine Aufzeichnung bzw. ein Live-Stream der Sitzung, ähnlich jener im Hessischen Landtag (Fokus auf Stadtverordnetenvorsteher/in und das Rednerpult) ermöglicht werden kann.

Soziales, Ausbildung und Arbeit

Familie
Ein breites Angebot an Plätzen in Kindertagesstädten und zur frühkindlichen Betreuung sind für junge Familien sehr wichtig. Daher setzen wir uns dafür ein, dass das Angebot an frühkindlicher Betreuung und an Betreuungsplätzen für Kinder und Jugendliche weiterhin ausgebaut wird. Dabei muss aber auch ein besonderes Augenmerk auf die Qualität der Betreuung gerichtet werden.

Treffpunkt für Jugendliche
Viele Jugendliche sind in Ihren Stadtteilen verwurzelt und haben auch hier ihren Freundeskreis. Nicht in allen Stadtteilen gibt es aber die Möglichkeit, dass sich Jugendliche an bestimmten Punkten zu später Stunde treffen können, ohne dass sich die Anwohnerinnen und Anwohner gestört fühlen. Das muss nicht immer in Jugendtreffs, sondern kann auch im Freien stattfinden. Daher möchten wir uns dafür einsetzen, dass entsprechende Aufenthaltspunkte in allen Stadtteilen geschaffen werden, an denen sich Jugendliche treffen können - ohne das die dort lebende Bevölkerung über aller Maße in ihrem Sicherheitsempfinden beeinflusst wird.
Kinder- und Jugendtreffs sind ein elementarer Bestandteil der bundesweit einheitlich geregelten Jugendarbeit in Deutschland. Leider sind nicht alle Jugendtreffs in Darmstadts Stadtteilen auf einem aktuellen Stand der Technik. Daher setzen wir uns dafür ein, dass eine Bestandsaufnahme durchgeführt wird, in welchem Zustand sich die Jugendzentren in Darmstadt befinden und Jugendzentren, die nicht mehr den heutigen Anforderungen an den Bedarf erfüllen, grundlegend saniert und modernisiert werden.

Studium, Ausbildung und Beruf
Die Rolle Darmstadts als Hochschulstandort bietet Synergie-Effekte, die wir nutzen wollen. So setzen wir uns dafür ein, dass bereits bestehende Kooperationen zwischen der TU Darmstadt und Darmstädter Unternehmen sowie den Schulen ausgebaut werden.
Darmstadt ist aber auch ein attraktiver Standort für junge Menschen, die eine Ausbildung beginnen. Jedoch besteht an Hochschulstandorten die Gefahr, Nicht-Studentinnen und Nicht-Studenten zu vernachlässigen. Dieser wollen wir entgegentreten. Ein zentraler Punkt ist hierbei die Bereitstellung von ausreichendem Wohnraum für junge Menschen, die gerade am Beginn ihres Berufslebens stehen. Da es für Auszubildende nicht die Möglichkeit der Studentenwohnheime gibt, sehen wir hier besonderen Handlungsbedarf. Die Nacht der Ausbildungen soll als gute Informationsmöglichkeit beibehalten und das Angebot weiter ausgebaut werden. Um den ÖPNV für Auszubildende sowohl für den Arbeitsweg als auch für die Abendgestaltung attraktiv zu machen, soll geprüft werden, inwiefern sich ein Auszubildendenticket, zu 1 €/pro Tag (vgl. Schülerticket) umsetzen und finanzieren lässt.
Viele Berufstätige Bürgerinnen und Bürger nehmen bereits die Möglichkeit eines Job-Tickets wahr, um alltäglich zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Wir möchten uns für eine Überprüfung stark machen, ob noch weitere Betriebe die Möglichkeit haben, ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Job-Tickets anzubieten.

Integration
Integration ist angewiesen auf die Offenheit der einheimischen Bevölkerung. Wir als Junge Union Darmstadt sehen in der Zuwanderung, gerade junger Menschen, eine Chance für unsere Gesellschaft. Um ein gesellschaftliches Miteinander erreichen zu können, sind Anstrengungen aller Beteiligten erforderlich. Integration heißt Fördern und Fordern.
Integration findet vor Ort statt: Das Ehrenamt hat sich als Pfeiler für eine gelingende Integration vor Ort erwiesen. U.a. der Sport und viele Initiativen haben zu einer gelungenen Integration beigetragen oder tun dies auch immer noch. Ein wichtiger Schritt zur Integration ist die Mitgliedschaft und das Engagement in Vereinen und Verbänden. Dies wollen wir auch zukünftig fördern.

Inneres und Sicherheit

Zu einem guten Leben in unserer Stadt gehört auch das Gefühl von Sicherheit. Neben der Aufklärung von bereits begangenen Straftaten sollte aus unserer Sicht der Fokus vor allem auf der Prävention liegen. Dabei geht es uns sowohl darum, zu verhindern, dass insbesondere Jugendliche überhaupt erst straffällig werden,
Die in der vergangenen Legislaturperiode eingeweihte Stadtwache der Kommunalpolizei wird von den Darmstädterinnen und Darmstädtern gut angenommen. Wir setzen uns dafür ein, dass der Kommunalpolizei mehr Personal zur Verfügung gestellt wird.
Um das objektive und subjektive Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt weiter zu verbessern, setzen wir uns dafür ein, dass die Videoüberwachung, insbesondere an bereits bekannten Kriminalitätsschwerpunkten, weiter ausgebaut wird. Stellen an denen sich die Bürgerinnen und Bürger unwohl fühlen, wie z.B. die Unterführung in der Hügelstraße/Schulstraße, sollen so umgestaltet werden, dass die Bürgerinnen und Bürger dort sicher fühlen können.
Als Junge Union Darmstadt setzen wir uns schon immer konsequent gegen jede Form von Extremismus, egal ob politisch oder religiös motiviert, ein und Unterstützen die Aufklärungs- und Präventionsarbeit des LKA.
Im Bereich der Verkehrssicherheit setzen wir uns für häufigere Kontrollen ein. Dabei beziehen wir uns sowohl auf Auto-, Motorrad-, Fahrradfahrer und Fußgänger. Unabhängig davon, welche Fortbewegungsmöglichkeit genutzt wird, Verstöße gegen geltende Regeln müssen konsequent geahndet werden.

Sport und Ehrenamt

Sport ist nicht nur gut für den Körper, er trägt auch maßgeblich dazu bei Inklusion und Integration in unserer Gesellschaft zu fördern.
Kommunale Schwimmbäder sind nicht nur Orte der Freizeit, Entspannung und sportlichen Betätigung, sie sind auch wichtige Lernorte. Ob im Schulunterricht oder in privaten Kursen, ob von den Eltern oder von Freunden, hier lernen unsere Kinder Schwimmen.
Kommunale Schwimmbäder müssen dabei erhalten bleiben und entsprechend energetisch saniert werden.
Wir stehen an der Seite der Sportvereine

Kunst und Kultur

Darmstadt hat ein weitreichendes Angebot an Kunst und Kultur. Dieses gilt es aufrecht zu erhalten und zu stärken. Denn für viele Bürgerinnen und Bürger, gerade auch für die jüngere Generation, ist ein breites kulturelles und künstlerisches Angebot der Grund für den Zuzug in den urbanen Raum.

Lincolnwall 2.0
Gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen erfreut sich das „Sprayen“ großer Beliebtheit. Allerdings ist es für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt nicht immer schön anzusehen, wenn Hauswände, Fahrzeuge oder Denkmäler mit Graffitis besprüht sind. Die Lärmschutzwand an der Lincoln-Siedlung bietet den Künstlerinnen und Künstlern eine große Fläche, sich mit einem gesprayten Bild zu verewigen. Als Junge Union Darmstadt stehen wir an der Seite der Künstlerinnen und Künstler, die sich an legal ausgewiesenen Flächen künstlerisch betätigen. Dies möchten wir unterstützen.

Museumskarte
Unter anderem mit dem Schlossmuseum, dem Hessischen Landesmuseum oder der Mathildenhöhe hat die Stadt Darmstadt ein breites Angebot an Museen. Dieses Angebot soll auch in Zukunft noch stärker genutzt werden. Auch die anderen Museen in Darmstadt sollen von der Ernennung der Mathildenhöhe als UNESCO Weltkulturerbe profitieren. Als Junge Union Darmstadt wollen wir ein entsprechendes Angebot, v.a. für Touristen schaffen. Daher setzen wir uns dafür ein, dass die städtischen Museen eine gemeinsame Museumskarte anbieten, die mit attraktiven Preisen die Käuferinnen und Käufer motiviert, andere Darmstädter Museen zu besuchen.